Vom Druck auf meinen Schultern

Einatmen. Ausatmen. Weitermachen.
Tag ein Tag aus. Die nächste To-Do Liste schreiben.
Das nächste Thema, dass ich bearbeiten muss.
Prioritäten setzen und doch nicht alles schaffen.
Druck.

Schon seit einer geraumer Zeit habe ich das Gefühl, dass immer mehr Druck auf meinen Schultern lastet. Die Schule will etwas von mir, der Blog, bei all meinen anderen Hobbys muss ich präsent sein und meine Freunde darf man auch nicht vernachlässigen. Hinzu kommt meine Familie, mit der ich wahnsinnig gerne mehr unternehmen würde und zu guter letzt ich, die gerne auch mal ihre Ruhe hat.

Ich möchte sowohl in der Schule gut sein, wie auch bei all den anderen Dingen die ich nebenbei tue. Ich baue mir selber Druck auf, der eigentlich nicht existiert, und doch zieht er mich immer weiter runter.

Von außen ist es gar nicht so schlimm, meine Eltern unterstützen mich bei all meinen Taten und stehen immer hinter mir, auch wenn ich mal eine schlechte Note schreibe. Dennoch möchte ich sie auf keinen Fall enttäuschen und auch wenn ich weiß, dass sie keine hohen Anforderungen haben, möchte ich für sie „die perfekte Tochter“ sein.
Mein kleiner Bruder ist für mich mit die wichtigste Person auf Erden. Ich möchte ihm überall helfen dürfen, für ihn da sein und ihn immer unterstützen können. Er weiß, dass ich viel zu tun habe und akzeptiert das auch, trotzdem würde ich gerne öfter draußen mit ihm Basketball spielen. Meine Großeltern darf man natürlich auch nicht vergessen! Ich rufe sie viel zu selten an und würde das eigentlich sehr gerne viel öfter tun. Mit Omi und Opi zu quatschen tut nicht nur mir gut, sondern auch sie freuen sich sehr. Sollte ich eigentlich viel öfter tun…

Schulisch gibt es auch einige Punkte: am liebsten wäre ich generell eine Einserschülerin die ihre eigene Lehrnmethode gefunden hat und ohne viel zu tun gute Noten schreibt und mündlich überall super mit dabei ist. Ich würde gerne immer die Hausaufgaben verstehen und regelmäßiger lernen. In den Tests hätte ich gerne immer gute Noten und mal keine vier in Mathe, wie bekomme ich das nur hin?

Auch mit meinen Freunden würde ich eigentlich viel mehr Zeit verbringen wollen. Egal ob wir abends ausgehen, zusammen einkaufen gehen oder einfach nur zuhause einen Film gucken und uns austauschen. Ich wäre gerne immer für sie da und hätte immer ein offenes Ohr für sie, so wie sie das für mich haben. NAtürlich haben sie auch viel zu tun uns wissen deshalb, wie gestresst man ist!

Bisher waren das nur die wichtigsten Teile in meinem Leben, aber wenn ich alle aufzählen müsste, würden bestimmt noch einige weitere dazukommen.

Anforderungen.

Alles Anforderungen die ich an mich selber stelle, ohne das mir irgendjemand von außen Druck macht. Ich möchte in jedem Bereich meines Lebens, und davon gibt es viele, nahezu perfekt handeln um zufrieden zu sein. Manche Bereiche stören mich weniger, bis vor kurzem war es mir egal, dass ich eine Tafel Schokolade nach der anderen in mich hineingefressen habe. Jetzt kann ich mittlerweile auch hier sagen, dass ich selber von mir verlange mich halbwegs gesund zu ernähren, weil ich weiß, dass ich dann leistungsfähiger bin.

Was ich noch weiß ist, dass ich nie an das perfekt ran kommen werde, nach dem ich so strebe. Einfach, weil das niemand jemals schaffen wird und wenn man dann mal meint zufrieden sein zu können, dann möchte ich besser sein und meine jetzige Leistung übertreffen.

Ich stelle an mich selbst viel zu viele Anforderungen. „Marie mach dies, Marie mach das, Marie hier musst du noch dran arbeiten und dort muss noch etwas verbessert werden!“ Ich werde niemals alles schaffen was ich machen möchte, nicht wenn ich keine Abstriche mache, nicht wenn ich in manchen Bereichen meinen Perfektionismus zurückstelle und auch nicht, wenn ich keine Prioritäten setze.

Ich mache mir selber Druck und damit steigere ich mich immer weiter in den Stress und die Spirale der Unzufriedenheit mit mir selbst und meinem Umfeld. Ich hetze vom Schreibtisch zum Basketballkorb und doch schaffe ich lange nicht alles, schreibe nicht so oft Blogposts wie ich es eigentlich möchte und lerne viel zu viel dafür, dass meine Leistungen nicht so berauschend sind.

Langsam versuche ich mich da wieder raus zu spinnen. Nehme die Schere in die Hand und Schneide die Fäden die mich einengen einfach durch. Stecke all die Aktivitäten ohne die ich Leben kann ein bisschen zurück und finde (wieder) zu dem zurück, um das es wirklich geht. Darum, dass ich im hier und jetzt lebe, mir nicht all zu viele Sorgen um die Zukunft zu machen, auch wenn sie natürlich wichtig ist. Vor allem aber versuche ich glücklich im Moment zu sein und alles nicht so kritisch zu sehen.

2 Gedanken zu “Vom Druck auf meinen Schultern

  1. Hej meine liebe wer kennt das nicht.
    Aber glaub an deine Ziele und vertrau mir, du kannst alles schlafen und an dein Ziel kommen (: was ich die raten kann, nimm dir mal Zeit für dich und mach dir selbst kein Druck .. ich werde dem nächst einen kleinen Text über das Thema „ich bin mein palast “ schreiben würde mich freuen wen du vorbei schaust

    Wird ca in 1-2 Wochen fertig geschrieben sein (:

    Ich wünsche deiner Familie Freunde und natürlich dir ein schönes besinnliches Weihnachtsfest

    Liebe Grüße Kathi (:

    Liken

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