Wie ich mir meine Zukunft bis jetzt vorgestellt habe ODER Die Pläne einer verwirrten 15-jährigen

HEY

Eigentlich sollte ich jetzt gerade den Artikel über Instagram schreiben, den ich auch schon länger angekündigt hatte. Auf Grund des Gedankenchaoses in meinem Kopf ist das aber gerade nicht wirklich möglich, ich berichte euch einfach frisch angezapfte Ideen die erst noch aus meinem Gehirn gezogen werden müssen. [Was eine komische Einleitung!]

Eigentlich hatte ich für mein Leben schon immer einen Plan, auch wenn er nicht der konkreteste und ausgefeilteste war, ich hatte einen. Eigentlich war ich mit diesem auch ganz zufrieden. Bis ich mir das noch einmal genauer überlegt und mich auch mit anderen darüber unterhalten habe. Teilweise mit meiner Familie, teilweise mit flüchtig Bekannten, aber auch aus dem Internet habe ich Input bekommen, beispielsweise von einigen großartigen Podcasts die ich euch irgendwann anders noch genauer vorstellen werde.

Um daraus nicht so ein großes Geheimnis zu machen, so sah mein grober Plan aus:

Natürlich wollte ich erst einmal die Schule beenden und mein Abitur mit einem hoffentlich gutem Schnitt meistern. Danach war ein Jahr im Ausland geplant, egal ob als Aupair, ohne irgendwelche Verpflichtungen oder als FSJ/FÖJ. Nachdem ich dann ein Jahr ich selbst war [was ich ja eigentlich jetzt schon immer versuche zu sein oder sogar bin], über meine Zukunft nachdenken konnte und weiterhin alles mit euch geteilt habe, geht es ans Studieren. Eigentlich hatte ich bis jetzt immer Journalismus oder „irgendwas mit Medien“ im Kopf. Ob das eine so gute Idee ist, da bin ich mir mittlerweile nicht so sicher, aber dazu später mehr. Wenn auch dieser Lebensabschnitt beendet ist habe ich mir immer ausgemalt als Nachfolger von Axel Hacke die Kolumne auf der letzten Seite des SZ Magazins zu übernehmen…. Irgendwie würde ich mich schon hocharbeiten, zur Not könnte ich auch die ersten Jahre bei einem Käseblatt arbeiten, bis ich so weit bin. Nachdem ich mehrere Jahre gearbeitet habe müsste ich eigentlich meinen Traummann gefunden habe, sodass ich Anfang 30 am besten mit Zwillingen schwanger werde, mir fünf Jahre „frei“ nehme und dann wieder in den Berufsalltag einsteige. Diesmal soll es allerdings nicht so hoch hinaus gehen und je nachdem wie viel Zeit und Lust ich habe möchte ich eben Teil- oder Vollzeit bei einem kleineren Magazin schreiben. Wenn ich zusätzlich noch Kapazitäten frei habe, dann schreibe ich auch noch ein zwei persönliche Ratgeber oder einen Roman. So lebe ich als glückliche Mutter, Ehefrau aber vor allem als berufstätiges Powergirl bis an mein Lebensende!

Klingt doch eigentlich ganz gut, findet ihr nicht auch? So sahen meine Ziele bis jetzt immer aus, aber ist das denn so auch klug? Möchte ich das noch? Wenn ich ehrlich bin, ich weiß es nicht. Bis jetzt war das immer so klar. Muss ich so etwas mit meine fünfzehn Jahren wissen? Ich weiß es nicht! Muss ich einen genauen Plan vom Leben haben und kann ich das überhaupt? Ich weiß es nicht! Ich weiß gerade gar nichts mehr. Obwohl ich doch die disziplinierte und durchgeplante Marie bin, sagen sie. Bin ich das? Im Moment scheint es mir ehrlich gesagt nicht so!

Ich spreche immer die Wahrheit zu euch, das wisst ihr und das ist auch der Grund warum ich euch gerade offenbare was in meinem Kopf los ist und mich mit meinen Gefühlen und Gedanken so „nackt“ hinstelle wie es wahrscheinlich selten jemand tut. In der heutigen Zeit ist es nicht ungefährlich verletzliche Informationen über sich preis zu geben, vor allem im Internet. Aber ich weiß, dass ihr, meine Leser, liebevoll miteinander und mit mir umgeht und meine Gedanken nicht um euch schmeißt, ins lächerliche zieht oder rumposaunt. Ich möchte euch nur eins klar machen, ich bin auch nur ein Mädchen was sich ein paar mal die Woche an den Laptop setzt, Fotos schießt, Texte schreibt und damit wahrscheinlich einigen Menschen täglich auf die Nerven geht, aber ich schweife ab.

Ein anderer Grund warum ich mir eine Zukunft als Journalistin nicht mehr so gut vorstellen kann ist die Frage wie lang es diesem Job überhaupt noch geben wird. Zeitungen haben es teilweise jetzt schon schwer ihre täglichen Ausgaben zu finanzieren, was unter anderem an den vielen Möglichkeiten des Internets liegt. Es ist zum Beispiel ganz einfach sich wichtige News über Social Media Plattformen sowie kostenlose Nachrichtendienste reinzuziehen, klar, wieso gebe ich dann monatlich eine Summe Geld aus und bekomme noch jeden Tag eine Zeitung? Ich bin mir ganz sicher, es ist nur noch eine Frage der Zeit bis dieses Medium ganz ausstirbt…. Das finde ich natürlich sehr schade, da ich beim Bücher lesen sowohl auch beim Lesen von Zeitungen lieber echtes Papier statt meinem Handy in der Hand halte, dennoch ist es für mich einer von mehreren Gründen nicht in diese Branche einzusteigen, meint ihr nicht auch?

Unter anderem kann ich mir auch nicht vorstellen für eine Zeitung Texte schreiben zu dürfen in die meine persönliche Meinung mit einfließt und nicht einfach nur ein [langweiliger] Bericht ist. Mir ist es wichtig jedem Text den ich schreibe einen persönlichen Touch zu geben. Ich möchte euch da draußen etwas mitgeben, euch zum Nachdenken anregen und meine Gedanken, wie in diesem Post, mit euch teilen. Wenn ihr von einer solchen Zeitung erfahrt, dann möchte ich unbedingt wissen wie sie heißt!

In meinem Kopf male ich mir gerade viele Türen nebeneinander aus, wie in Harry Potter oder war es doch ein anderes Märchen? Hinter jeder dieser Türen steckt eine andere Zukunft. Ist das gut das ich so viele Hobbys und Interessen habe? Ist es wirklich gut so viel Auswahl zu haben an Dingen die man sich vorstellen kann in der Zukunft zu tun?

Ich könnte mir gerade gefühlt alles vorstellen. Bestimmt würde es mir auch Spaß machen als Digitale Nomade um die Welt zu reisen, alleine oder zu zweit. Vielleicht auch nur für ein Jahr und danach wieder mit festem Wohnsitz in der Stadt die mir am besten gefallen hat. Eventuell werde ich aber auch Hausfrau, kann ich mir jetzt allerdings nicht vorstellen. Vielleicht werde ich Konditorin, Backen macht mir auf jeden Fall Spaß. Was auch lustig wäre, ist die Vorstellung von mir in meiner kleinen eigenen Boutique in Paris, Fashion interessiert mich nämlich nicht wenig. Wie wäre es denn mit Mediendesignerin in München. Oder ich gründe mein eigenes Unternehmen und stelle irgendetwas her. Eine App wäre auch cool….. Ein weiterer Weg wäre der Aufbau einer größeren Reichweite auf diesem Blog, so groß um mir damit mein tägliches Brot verdienen zu können. Das ist eine Tür die ich mir sehr gut vorstellen könnte zu öffnen. Viele Möglichkeiten sind gut, aber für Personen wie mich, die alles und jeder Scheiß interessiert, ist das der absolute Horror.

Aber ich habe ja noch ein paar Jahre, habe zumindest meine Eltern gesagt als ich ihnen von dem Gedankenchaos in meinem Kopf berichtet habe. Die Zeit vergeht jetzt schon so schnell, und so viele Minuten, Stunden, Jahre bleibt mir in Wirklichkeit gar nicht mehr. In drei Schuljahren bin ich schon fast mit meinem Abitur fertig. Drei Jahre sind nichts, aber auch das ist ein anderes Thema [mehr darüber HIER].

All das hängt irgendwie auch mit dem Träumen zusammen. Wie weit lässt man seine Fantasie gehen, wann setzt man sich eine Grenze und hört auf zu träumen? Wenn ihr dazu einen Artikel sehen möchtet, dann schreibt das doch gerne in die Kommentare, Ideen hätte ich auf jeden Fall einige…

Eigentlich ist jetzt wieder alles offen, nur eines nicht. Schreiben möchte ich immer, egal ob es ein Hobby bleibt, Teilzeit- oder Vollzeitjob wird. Schreiben erfüllt mein Herz und gibt mir neue Kraft und Motivation. Durch das Schreiben bin ich komplett, diesen Teil des Plans gebe ich auf keinen Fall auf, niemals. 

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9 Gedanken zu “Wie ich mir meine Zukunft bis jetzt vorgestellt habe ODER Die Pläne einer verwirrten 15-jährigen

  1. Hallo 🙂 Ich wollte auch immer Journalistin werden, aber mein Vater hat mir schon früh davon abgeraten. Er ist selbst Journalist und meinte, der Beruf wäre zu unsicher. Deshalb habe ich ein Jurastudium begonnen, das ich jetzt, nach vier Jahren, hinschmeisse, um etwas zu studieren, was mich wirklich interessiert (Theaterwissenschaften und Germanistik). Also alles, was ich dazu sagen kann, ist das Offensichtliche: das zu tun, was man wirklich will 🙂

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  2. Hey Marie, toller Beitrag! Ich habe zwar mein Abi letztes Jahr hinter mich gebracht, aber weiß immer noch nicht, wie es weitergehen soll. Deshalb habe ich das vergangene Jahr dafür genutzt, um ein paar Praktika zu machen und einfach mal zu schauen, was mir Spaß machen könnte und was nicht. Deshalb kann ich dir nur empfehlen, deine Ferien während der Schulzeit zu nutzen, um dich irgendwo mal auszuprobieren! Alles Liebe, Diana 🙂

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  3. Das hast du super schön geschrieben liebe Marie ❤

    Ich kenne dieses Gefühl der Verwirrtheit und die vielen Gedanken im Kopf. Ich denke, dass jeder Jugendliche mal so eine Phase hat, wo er/sie keinen Plan hat, wo es später mal hingehen soll. Die Zeit vergeht so schnell und dann steht man da, den Abschluss in der Tasche, vor einer Welt voller Möglichkeiten und kann sich kaum für eine entscheiden. Dass wir so viele verschiedene Möglichkeiten haben ist ein Privileg, das leider nicht jeder auf dieser Welt hat. Es kann aber auch zum Problem werden, weil die Entscheidung einem so unfassbar schwer fällt.

    Die Idee, dir nach deinem Abi ein Jahr eine Auszeit zu gönnen, finde ich super. Genauso habe ich es auch gemacht (bin immernoch dabei), bin mit einer Freundin ans andere Ende der Welt gereist, habe dort viel über mich selbst und das Leben gelernt. Im Oktober werde ich mein Journalismus-Studium beginnen. Endlich. Das wollte ich schon seit Jahren studieren und bald ist es so weit. Ich bin unglaublich gespannt, was mich erwarten wird.

    Ob du dich letztendlich doch für ein Medien-Studium, eine Ausbildung zur Konditorin oder fürs Hausfrauen-Dasein entscheidest: Ich wünsche dir nur das Beste und ganz viel Spaß und tolle Begegnungen und Erlebnisse auf deinem Weg ❤

    Ganz liebe Grüße,
    Krissi von the marquise diamond
    https://www.themarquisediamond.de/

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  4. hallo! so einen ehrlichen Blogbeitrag habe ich schon ewig nicht mehr gelesen… ich hab deinen Blog gerade zufällig gefunden und wow. ❤
    ich finde es spannend, da ich auch ewig lange "irgendwas mit Medien" machen wollte, sogar damit auf der Uni begann und nach einem Jahr alles hingeschmissen habe und jetzt Kindergartenpädagogin bin 😀 ich bin sehr gespannt, was dir deine Zukunft bringt! bleib beim Schreiben, wenn es dir gefällt. das bisschen, was ich gerade schon von dir gelesen habe: hut ab 🙂 und auch sonst – dein plan klingt super, wichtig ist dabei ist einfach, dass du das tust, was dir gefällt ^^ das hab ich selbst auch lernen müssen

    Alles Liebe von Silvia :*

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