O M A

Heute ist wie morgen
und morgen ist wie heute.
Trotzdem ist heute alles schlimmer,
weil mich der ganze Tag an Sie erinnert.

An die schönen gemeinsamen Momente,
an die Märchen die Sie mir vorgelesen hat,
an die vielen Morgende an denen ich schon früh um 6 in ihr Bett gekraxelt bin,
weil ich nicht mehr schlafen konnte.

Ich habe so viel gelernt von ihr
und Sie ist mir immer noch so wichtig.
Sie hat mich zu dem Menschen gemacht der ich bin.
Ich liebe Sie.

Ich trage immer noch,
seit ihrem Tod, die Grabrede
die ich für Sie geschrieben habe in meiner Lederjacke
mit mir herum, immer, Tag um Tag.

Sie ist dort drinnen und ich will sie nicht raus holen,
werde sie dort nicht raus holen.
Es ist ein Kampf gegen die Tränen,
mit einem schon vorhersehbarem Ende.
Die Brücke würde brechen.

Die Brücke die ich mir seit einem Jahr nun schon gebaut habe.
Mit Angst und Wut und Traurigkeit.
All die Tränen die darunter hindurchfließen,
all die Tränen die ich noch nicht vergossen habe.

Ich bin nicht bereit die DIN A4 Seite herauszuholen,
betropft mit einzelnen Tränen und zerknittert vor Wut.

Immer wenn ich in München bin,
möchte ich zum Sessel rennen in dem Sie immer saß,
Sie umarmen,
ihr ein Küsschen geben
und ihr sagen wie sehr ich Sie vermisst habe.

Aber das geht nicht mehr.
Seit heute vor einem Jahr.

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